Wer Bukarest besucht und die rumänische Küche kennenlernen möchte, sollte ein paar Gerichte nicht auslassen — von den herzhaften Sarmale über die sauren Ciorbe bis zu den Papanași zum Nachtisch.
Im Restaurant Ceaun im Viertel Lacul Tei finden Sie all diese Gerichte, nach überliefertem Rezept zubereitet.
Wenn Sie nur einmal essen gehen: eine Ciorbă zum Auftakt, Sarmale mit Mămăligă als Hauptgang, Papanași zum Nachtisch. Damit haben Sie das Wesentliche der rumänischen Küche auf einem Tisch.
Sind Sie zu zweit, bestellen Sie Mici dazu und teilen Sie — so probieren Sie vier Gerichte statt zwei.
Eine Auswahl der wichtigsten Gerichte — mit dem Hinweis, wo Sie sie auf unserer Speisekarte finden.
Krautwickel aus Sauerkraut- oder Weinblättern, gefüllt mit Hackfleisch — in Österreich Faschiertes — und Reis, stundenlang geschmort. Das Festtagsgericht schlechthin, serviert mit Sauerrahm und Mămăligă.
Rumänisch: Sarmale · ausgesprochen etwa sar-MA-le · Nr. #56 auf der Karte
Auf der Karte ansehen →Kleine gegrillte Röllchen aus gewürztem Hackfleisch, ohne Darm geformt. Der König des rumänischen Street Food — mit Senf und frischem Weißbrot.
Rumänisch: Mici · ausgesprochen etwa mitsch · Nr. #99 auf der Karte
Auf der Karte ansehen →Kuttelsuppe mit Knoblauch, Essig und Sauerrahm. Das rumänischste aller Gerichte und zugleich das umstrittenste — man liebt sie oder meidet sie.
Rumänisch: Ciorbă de burtă · ausgesprochen etwa TSCHOR-bă de BUR-tă · Nr. #16 auf der Karte
Auf der Karte ansehen →Die mildere Alternative: Hühner-Ciorbă mit Sauerrahm, Ei und Knoblauch, aus der Bukowina. Der beste Einstieg für alle, die saure Suppen zum ersten Mal probieren.
Rumänisch: Ciorbă rădăuțeană · ausgesprochen etwa TSCHOR-bă ră-dă-u-TSCHA-nă · Nr. #23 auf der Karte
Auf der Karte ansehen →Maisgrieß, fest gekocht. Der Vergleich mit Polenta hilft beim Verständnis, greift aber zu kurz — Mămăligă wird gröber gehalten und ersetzt in vielen Gerichten das Brot.
Rumänisch: Mămăligă · ausgesprochen etwa mă-mă-LI-gă · Nr. #144 auf der Karte
Auf der Karte ansehen →Schweinefleischeintopf, serviert mit Mămăligă, Schafskäse und einem Spiegelei. Kräftig, einfach und in dieser Kombination typisch rumänisch.
Rumänisch: Tochitură din carne de porc cu mămăligă și ou · ausgesprochen etwa to-ki-TU-ră · Nr. #38 auf der Karte
Auf der Karte ansehen →Aus Siebenbürgen, über die ungarische Nachbarschaft eingewandert: Rindfleisch, Paprikapulver und Gemüse, lange geschmort.
Rumänisch: Gulaș de vită · ausgesprochen etwa gu-LASCH · Nr. #39 auf der Karte
Auf der Karte ansehen →In Wein geschmortes Pastrami vom Schaf, mit Mămăligă und geriebenem Käse. Ein Gericht mit ausgeprägtem Eigengeschmack, das man in Mitteleuropa selten findet.
Rumänisch: Pastramă de berbecuț înăbușită în vin · ausgesprochen etwa pas-TRA-mă · Nr. #32 auf der Karte
Auf der Karte ansehen →Mămăligă mit Burduf-Käse, dazu scharfe Würstchen und geräuchertes Fleisch. Hirtenküche, wie sie in den Karpaten entstanden ist.
Rumänisch: Bulz ciobănesc - autentic românesc · ausgesprochen etwa bults · Nr. #61 auf der Karte
Auf der Karte ansehen →Ausgebackene Krapfen aus Topfen — in Deutschland Quark —, obenauf Sauerrahm und Sauerkirschkonfitüre. Warm serviert und groß genug zum Teilen.
Rumänisch: Papanași cu dulceață de vișine/căpșune/coacăze · ausgesprochen etwa pa-pa-NASCH · Nr. #184 auf der Karte
Auf der Karte ansehen →Keks-„Salami" — eine kalte Süßspeise aus Keksen, Kakao und Walnüssen, in Rollenform geschnitten. Kein Fleisch, nur der Name täuscht.
Rumänisch: Salam de biscuiți - rețetă din 1986 · ausgesprochen etwa sa-LAM de bis-ku-ITSCH · Nr. #189 auf der Karte
Auf der Karte ansehen →Glühwein nach rumänischer Art, mit etwas anderer Gewürzmischung. Gibt es bei uns in der kalten Jahreszeit — ein festes Datum hat er nicht.
Rumänisch: Vin fiert · ausgesprochen etwa vin fiert · Nr. #299 auf der Karte
Auf der Karte ansehen →Eine vollständige rumänische Mahlzeit hat drei Teile. Zuerst eine kalte Vorspeisenplatte mit Schafskäse, geräucherter Wurst und Gemüseaufstrichen, dazu Brot. Dann die Ciorbă. Erst danach der Hauptgang.
Wer alle drei Gänge bestellt, sollte Zeit mitbringen — und Hunger. Die Portionen sind groß. Zu zweit reicht oft eine Vorspeise zum Teilen, zwei Ciorbe und ein Hauptgang.
Sauerrahm und eingelegtes Gemüse stehen fast immer dabei. Beides gehört dazu, auch wenn es auf der Karte nicht eigens erwähnt wird.
Die rumänische Küche lässt sich grob nach Geschmack ordnen. Das hilft mehr als eine Liste von Namen.
Scharf ist die rumänische Küche praktisch nie. Scharfe Peperoni stehen separat auf dem Tisch, für die, die möchten.
Der orthodoxe Kalender kennt mehrere längere Fastenzeiten, in denen auf Fleisch, Milchprodukte und Eier verzichtet wird. Daraus ist eine eigene, rein pflanzliche Küche entstanden: Bohneneintöpfe, gefüllte Paprika ohne Fleisch, Krautwickel mit Reis und Pilzen, Gemüseaufstriche wie Zacuscă.
Auf unserer Speisekarte sind vegetarische Gerichte mit einem Symbol gekennzeichnet, und es gibt einen Filter dafür. Ob ein bestimmtes Gericht gerade in der Fastenvariante angeboten wird, fragen Sie am besten direkt im Restaurant — das hängt vom Kalender und vom Tag ab.
Am einfachsten: zeigen Sie dem Personal die Nummer des Gerichts auf Ihrem Telefon. Jedes Gericht auf unserer Speisekarte hat eine Nummer, und dieselbe Nummer steht auch auf der rumänischen Karte, die das Personal benutzt. Auch die rumänischen Namen werden auf der deutschen Karte mit angezeigt.
Ein paar Ausspracheregeln, die weiterhelfen: ș klingt wie sch, ț wie z in „Zeit“, ă wie das unbetonte e in „bitte“, c vor i oder e wie tsch.
Restaurant Ceaun ist ein traditionelles rumänisches Restaurant im Viertel Lacul Tei, Sektor 2 — in der Nähe des Obor-Marktes, nicht in der Altstadt. Neben den typischen Gerichten — Sarmale, Mici, Ciorbă, Tochitură, Papanași — bewahrt das Haus Volkskunst und handgefertigte Möbel auf: ein Abendessen und ein kleines Museum zugleich.
Gekocht wird langsam, in gusseisernen Kesseln, nach denen das Restaurant benannt ist: ceaun heißt Kessel. Wenn Sie mehr über die Hintergründe wissen möchten — Regionen, Zutaten, den Unterschied zwischen Ciorbă und Suppe —, steht das in unserem Guide zur rumänischen Küche.
Sarmale, Mici, eine Ciorbă — zum Einstieg am besten die milde Ciorbă rădăuțeană —, Tochitură mit Mămăligă und zum Nachtisch Papanași. Wer nur eine Mahlzeit hat, nimmt Sarmale mit Mămăligă.
Im Restaurant Ceaun im Viertel Lacul Tei, Sektor 2, in der Nähe des Obor-Marktes. Die Gerichte werden langsam im gusseisernen Kessel zubereitet; das Lokal bewahrt zugleich Volkskunst und handgefertigte Möbel.
Gegrillte Röllchen aus gewürztem Hackfleisch, ohne Darm geformt. Sie sind nicht dasselbe wie Ćevapčići — die Gewürzmischung ist eine andere. Gegessen werden sie mit Senf und Weißbrot.
Ausgebackene Krapfen aus Topfen beziehungsweise Quark, serviert mit Sauerrahm und Konfitüre, meist aus Sauerkirschen. Sie kommen warm auf den Tisch und sind das bekannteste Dessert des Landes.
An Wochenenden und abends ist eine Reservierung empfehlenswert. Sie geht online oder telefonisch.
Ja. Wir akzeptieren Visa, Mastercard und kontaktloses Bezahlen. Alle Preise sind in rumänischen Lei (RON) angegeben.
In rumänischen Restaurants sind etwa 10 % üblich, wenn Sie mit Service und Essen zufrieden waren.
Ja. Die Speisekarte gibt es auf Deutsch, mit Preisen, Grammangaben und Allergenhinweisen. Auf Knopfdruck erscheint zu jedem Gericht zusätzlich der rumänische Name.